Das Netz des Kegels besteht aus einem Kreissektor für den Mantel, an den der Grundkreis anschließt. Der Radius des Sektors ist die Mantellinie, sein Bogen ist so lang wie der Umfang der Grundfläche. Hier hat der Kegel den Radius 1 und die Mantellinie 2, der Sektor hat also den Radius 2 und einen Bogen der Länge 2π.
Der Mittelpunktswinkel des Sektors ist 2π mal Grundradius geteilt durch Mantellinie. Der Bogen ist der Umfang der Grundfläche 2πr und der Radius die Mantellinie l, also ergibt sich der Winkel als 2πr geteilt durch l. Bei einem Radius von genau der halben Mantellinie sind das 180 Grad, ein Halbkreis. Je länger die Mantellinie, desto schmaler der Sektor und desto spitzer der Kegel.
Der Mantel ist gekrümmt und wird deshalb in 48 schmale Sektoren zerlegt, die sich Stück für Stück falten und um die Spitze rollen. Der Grundkreis richtet sich um die Linie auf, an der er den Bogen berührt. Der Winkel zwischen Mantel und Grundfläche ist genau der Winkel, den die Mantellinie mit der Grundfläche bildet: bei Radius 1 und Mantellinie 2 sind das 60 Grad, jede Faltkante schließt sich also um 120 Grad.